Jedes Lebewesen ist wertvoll

Hilfe im Alltag 

Aber bitte beachten Sie: 

Die hier zu enthaltenen Infos ersetzen keine tierärztliche Untersuchung oder Tipps von kompetenten Tierpflegestellen. Gern geben wir Ihnen persönlich weitere Informationen. Rufen Sie bitte an oder kommen Sie mit dem Findling vorbei.


Was ist beim Umgang mit Wildtieren/-vögeln zu beachten? 

Den generellen Umgang mit unseren einheimischen Wildtieren regelt das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) oder das Bundesjagdrecht, das in jedem Fall zu beachten ist! 

Hilfsbedürftige Wildtiere/-vögel im Raum Marl

Wir bitten Sie sehr, keine verletzten oder sonst hilfsbedürftigen Wildtiere/-vögel zu uns in das Tierheim Marl zu bringen! 

Aufgrund der aktuellen Lage arbeiten wir mit einer empfindlich dünnen Personaldecke in dankbarer Verbindung mit ehrenamtlichen Helfern, um unsere Schützlinge entsprechend zu versorgen. Für die Notversorgung, die aufwendige Suche nach einer geeigneten Pflegestelle und den Fahrdienst in versierte Pflegestellen von Wildtieren/-vögeln bleibt da so gut wie keine Zeit.

 

ABER, SIE KÖNNEN SELBST VIEL TUN und den Tieren und uns eine wertvolle Unterstützung bieten:

Melden Sie sich schon einmal in den FB-Gruppen „Wildvogelhilfe-Notfälle“ und „Wildtier-Notfälle“ an (die Links zu allen Seiten stehen am Ende des Textes). Im NOTFALL dann einen Post dort einsetzen mit (wenn möglich) einem Foto des Tieres, das Problem, das Sie sehen kurz beschreiben, die Fundumstände und unbedingt die Postleitzahl. Nicht selten schon nach Sekunden erhalten Sie dort professionelle Anweisungen was zu tun oder auch zu lassen ist und auch, ob das Tier WIRKLICH Ihre HILFE braucht.

Bitte NIEMALS ohne Anweisung irgendwelche Flüssigkeiten oder sonstige Nahrung, Brei etc. in egal welches Wildtier/-vogel einflößen. Trinken und Fressen ist erst einmal das geringste Problem des Tieres und eine Gabe führt nicht selten zum qualvollen Tod des Schützlings! Wird in den Gruppen festgestellt, dass das Tier wirklich menschliche Hilfe benötigt, werden Ihnen Vorschläge gemacht, wie man helfen kann und was sinnvoll und geboten ist. 

Diese Seiten sind nur zwei Beispiele von mittlerweile - Gott sei Dank - vielen, wenn auch immer noch zu wenig, professionellen und guten Anlaufstellen. Das Gute ist, dass die Menschen dort mittlerweile über ein großes Netzwerk verfügen und man Ihnen dort entsprechend dem Schützling und der Postleitzahl auch all die anderen Stellen vorschlägt, die helfen können.

https://www.facebook.com/groups/Wildvogelhilfe/

https://www.facebook.com/groups/1409284272622043/

Es gibt z. B. noch die Stadttauben Marl, ein junger aber sehr engagierter Verein, wobei Stadttauben keine „Wildtiere“ in klassischem Sinne sind. Es gibt „Eichhörnchen Notruf e. V.“ und noch ganz viele tolle Vereine, die Ihnen weiterhelfen können. Sie alle aufzuzählen ist gar nicht möglich. Seien Sie bei der Kontaktaufnahme bittet etwas geduldig, denn all diese, fast immer ehrenamtlich arbeitenden, Menschen haben in den Hochzeiten sehr viel zu tun. Und wenn Sie eine Stelle gefunden haben, die Ihren Schützling aufnimmt, bedenken Sie sie bitte mit einer Spende, jeder Euro ist hilfreich. Diese Arbeit kostet sehr sehr viel Geld und sie alle sind auf Spenden angewiesen.

Sie haben ein hilfsbedürftiges Tier und eine Stelle, aber niemanden im Familien-/Freundeskreis, der fahren kann? Dann schreiben Sie uns eine PN über unsere FB-Seite und wir werden unser Möglichstes versuchen, einen Fahrer zu finden.

Wenn Sie keinen aktuellen Notfall, aber eine Frage zu Wildtieren/-vögeln habt, dann nutzen Sie die so genannten „Plaudergruppen“ der beiden Seiten hier auf FB: „Rund um die Wildvogelhilfe :-)“ und „Rund um die Wildtierpflege“.


Fledermäuse - Immer für eine Überraschung gut!

Immer wieder kommt es vor, dass Fledermäuse durch geöffnete Fenster oder Dachluken in unser trautes Heim einfliegen. Keine Panik! Die Tiere haben mehr Angst vor uns als wir vor Ihnen. Oft - vor allem im Winter - kann es sich um entkräftete Tiere handeln, die durch Sanierung von Gebäuden oder die Fällung von Höhlenbäumen ihr angestammtes Winterquartier verloren.

In den Sommermonaten sind es oft Jungtiere, die sich bei ihren ersten Flugversuchen verirrt haben.

Sollten Sie Besuch von Fledermäusen erhalten und weitergehende Hilfe benötigen, rufen Sie folgende Ansprechpartner an. Hier stehen Ihnen die Fachleute gerne mit Rat und Tat zur Seite. Für weitere Informationen schauen Sie auf die Seite der AG Fledermausschutz.


Verletzte Taube gefunden – Was tun?

Eine Taube, die nicht mehr vorm Menschen flieht, ist meist sehr krank. Man kann sie in den meisten Fällen mit einem beherzten Griff fangen. Läuft sie noch weg – wenn z.B. „nur“ ein Flügel gebrochen ist – hat es sich  bewährt, sie in eine Ecke zu drängen und dann mit der Hand zu fangen oder eine Jacke etc. darüber zu werfen. Möglicherweise wehrt sie sich durch Flügelschlagen. Wenn Sie das Tier aber mit Ihrer Hand bzw. ihren Händen so umfassen, dass die Flügel am Körper anliegen, dann beruhigt sie sich in der Regel recht schnell. Bitte nie so fest drücken, dass dem Tier die Luft wegbleibt!!

Wenn Sie eine Stofftragetasche dabei haben sollten, prima, darin liegt eine Taube beim Transport bequem wie in einer Hängematte. Plastiktüten sind natürlich ungeeignet - Erstickungsgefahr! Haben Sie keine Stofftragetasche dabei, fragen Sie doch einfach im nächsten Schuhgeschäft nach einem Karton. Mit einem Ihrer Schlüssel lassen sich leicht Luftlöcher in den Deckel piksen.

Und schon ist die Taube transportfähig!!

Für weitere Informationen über den Umgang mit Tauben und aktuelle Projekte in Marl einfach den Verein anklicken.

 


 

Stadttauben Marl   Ruhrpottmöwen   Taubenhilfe.de  

 

 


Sie haben ein Eichhörnchen gefunden!

Erscheint ein Eichhörnchen aggressiv in dem es auf Menschen zuspringt ist es höchstwahrscheinlich ein verzweifeltes Jungtier - auch wenn es schon größer ist - das all seinen Mut zusammen genommen hat und um Hilfe bittet. Bitte packen Sie es vorsichtig in ein Tuch, Schal, Mütze. Hier finden Sie fachkundige Pflegestellen und Informationen wie Sie am besten mit dem Findling umgehen.

Eichhörnchen Notruf e.V.    Eichhörnchen in Not    Eichhörnchen Hilfe Dorsten



Umgang mit Wildvögeln oder Wildtieren


Jedes Jahr im Frühjahr und Frühsommer wird das Tierheim mit einer Flut von Wildvögeln überschwemmt, überwiegend Dohlen und Tauben, aber auch schon mal eine Meise oder ein junger Kernbeißer.

Oftmals finden Spaziergänger oder Passanten aus dem Nest gefallene Vögel und nehmen die Tiere mit sich, um sie in guter Absicht aus einer bedrohlichen Situation zu retten. Oft ist die Situation aber nicht so ernst, wie sie aussieht. Häufig verlassen Jungvögel schon das Nest, bevor sie flugfähig sind oder stürzen bei ihren ersten Flugversuchen ab. Sie werden aber in jedem Fall von den Elternvögeln weiterhin mit Futter versorgt.

Das gut gemeinte Eingreifen ist oft sogar gefährlich für diese Tiere, weil es sehr schwierig ist, einen Wildvogel zu Hause aufzupäppeln und der Versuch von unerfahrenen Tierfreunden meistens mit dem Tod des Jungvogels endet. Und auch für erfahrene Vogelkenner ist es immer schwierig, diese Tiere zu retten.

Falls ein Tierfreund in so eine Situation kommt, empfehlen wir ihm, das Tier erst einmal in Ruhe zu lassen und aus der Entfernung zu beobachten. Nur wenn sich die Kleinen in einer konkreten Gefahrensituation, z. B. an einer stark befahrenen Straße befinden, ist es ratsam, sie durch behutsames Umsetzen an einen weniger gefährlichen Ort zu bringen. Danach sollte man sich möglichst rasch entfernen, um den scheuen Wildvögeln die Versorgung der Jungen störungsfrei zu ermöglichen.

Die Annahme, nach Berührung von Menschenhand würden die Jungvögel von den Eltern verstoßen, ist falsch. In Gefahrensituationen kann man die Tiere also ohne Bedenken mit der Hand aufnehmen und an einen sicheren Ort bringen. Handelt es sich um aus dem Nest gefallene federlose Jungvögel und das Nest ist in erreichbarer Höhe, so kann man das Tier vorsichtig ins Nest zurücksetzen. Im Zweifelsfall rufen Sie bitte zuerst im Tierheim oder bei sachkundigen Menschen an, bevor Sie das Tier mitnehmen. Erst wenn feststeht, dass das Tier nicht mehr von den Elterntieren versorgt wird, sollte man es vorsichtig zum Tierheim transportieren. Um sofort Hilfe zu erhalten empfehlen wir folgende Facebook-Seiten um den Tieren schnell fachkundig zu helfen:

Private Wildvogelhilfe Anja Noll    Wildvogelhilfe-Notfälle    Wildvogelhilfe (nach PLZ sortiert)



 

Natürlich gibt es, wie immer Ausnahmen zur Regel! So werden zum Beispiel junge Mauersegler nicht von den Elternvögeln gefüttert. Sie sind auf unsere Hilfe unbedingt angewiesen! Detaillierte Infos gibt's bei der Deutschen Gesellschaft für Mauersegler e.V. Auch bei anderen jungen Wildtieren (Kaninchen, Feldhasen oder Rehkitze), die beim Spaziergang gefunden werden, gilt als oberstes Gebot, dass die Tiere unbedingt in Ruhe gelassen werden müssen und dass man sich möglichst schnell von der Fundstelle entfernen sollte, um die Alttiere so wenig wie möglich zu stören.

Häufig sind es Kinder, die das Tier aus falsch verstandener Tierliebe mitbringen. Hier gilt unsere Bitte den Eltern, ihre Kinder darauf aufmerksam zu machen, dass es besser ist, Wildvögel oder andere Wildtiere möglichst wenig zu stören.


Wie pflege ich einen hilfsbedürftigen Igel? 

Hier erhalten Sie in einen kurzen Filmbeitrag erste Infos: 


Weiter kompetente Hilfe! 


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